Rüebli: Natürlich süsser Dauerbrenner

Rüebli sind das beliebteste Gemüse der Schweiz und behaupten diesen Platz seit geraumer Zeit. Saison hat das Wurzelgemüse das ganze Jahr über.
Zuletzt aktualisiert am 22. Januar 2026
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Ruebli Karotte Moehre Unsplash

Das Rüebli – in Deutschland und Österreich meistens Karotte genannt – ist die in Kultur bekannte Form der Möhre und gehört zur Familie der Doldenblütler. Die bei uns bekannte orangefarbene Kreuzungsform stammt vermutlich aus Kleinasien.

Von blass-gelb bis schwarz

Rüebli gibt es in allen verschiedenen Farben und es gibt zahlreiche Sorten, darunter alte, wiederentdeckte und neue Variationen, die von blass bis gelb, violett bis hin zu fast schwarz reichen. Das Wurzelgemüse enthält viel Betacarotin und ist zudem kalorienarm.

Eine neue Variation ist beispielsweise das saftige Beta-Sweet-Rüebli, das aus einer Kreuzung der bekannten orangefarbenen Sorte mit einer schwarzen Ur-Rüeblisorte hervorgegangen ist. Das Innere ist orange, während die äussere Schale violett und fast schwarz ist. Diese Sorte ist süsser als die orangefarbenen Varianten, benötigt weniger Garzeit und enthält 40 Prozent mehr Betacarotin. Für Eintöpfe und Gratins eigenen sich hingegen die gelben Pfälzerrüben besonders gut. Diese sind weniger süss, bestechen aber durch ihr intensives Aroma.

Über 63’300 Tonnen Schweizer Rüebli

Mehr als 7 Kilogramm Rüebli verzehrt jede Schweizerin und jeder Schweizer im Durchschnitt pro Jahr. Dadurch hält das Rüebli nach wie vor den ersten Platz in der Schweizer Gemüsestatistik, dicht gefolgt von Tomaten und Peperoni. Die meisten hierzulande verzehrten Rüebli sind auch in der Schweiz gewachsen: 2024 haben unsere Gemüseproduzentinnen und Gemüseproduzenten mehr als 63’300 Tonnen Rüebli geerntet – daneben wurden nur rund 2400 Tonnen Rüebli importiert.

Zum Fleischgericht oder im Dessert

Rüebli sind aufgrund ihrer Natursüsse beliebt und erweisen sich sowohl in herzhaften Fleischgerichten als auch in vegetarischen Gerichten als unverzichtbar. Und sie haben fast immer Saison: Im Spätherbst bis im Frühling als Lagergemüse und im Sommer und Herbst als Frischgemüse.

Als Wintergemüse verleihen Rüebli Eintöpfen, Gratins und Suppen unverwechselbaren Geschmack, während zarte Bundrüebli im Frühling ein willkommener Snack sind. Und eine saftige Rüeblitorte schmeckt natürlich zu jeder Jahreszeit.