Melioration vereinfachte die Planung
Dominik Menn hat bereits 2015 angefangen zu planen. Zuerst hätte er noch einen alternativen Standort auf der anderen Seite des Dorfes verfolgt: «Nach Abklärungen stellte sich aber heraus, dass der Stall dort in einer Lawinengefahrenzone zu stehen gekommen wäre», erläutert er. Das hätte Auflagen für einen verstärkten Bau nach sich gezogen, was das Projekt dort fast unrealisierbar gemacht hätte. «Da man das Baumaterial und den Beton hochführen musste, war es sowieso schon teuer und ein lawinensicherer Bau hätte das Budget definitiv gesprengt», erklärt Dominik Menn. Noch während der Planung wurde in Avers ein Meliorationsprojekt angestossen, was den Bau vereinfachte und die heutige Bewirtschaftung erleichtert. «Als wir wussten, wo der der neue Stall gebaut werden sollte, konnten wir das entsprechend auch bei der Melioration eingeben und die Landzuteilung so mit dem Stallbau abgleichen», führt der Landwirt aus.
Tierwohl mit im Blick
Im Herbst 2019 wurde schliesslich mit dem Bau der Zufahrt und dem Fundament begonnen. «Wir haben so lange gearbeitet wie es das Wetter zuliess und haben nach einer Winterpause Mitte April im Jahr darauf den Bau fortgesetzt», erzählt Dominik Menn. Mitte Juli sei das Dach dann bereits oben gewesen und der Heukran installiert, sodass sie das frisch geerntete Heu bereits im neuen Stall unterbringen konnten. Aber nicht nur für das Futter ist jetzt mehr Platz, sondern auch für die Tiere: «Wir haben grosszügig gebaut, sodass wir beispielsweise verschiedene Gruppen machen können sowie Mutterkühe und Weidebeef, das ja bis zu zwei Jahren auf dem Hof bleibt, bei Bedarf trennen können, ohne dass es eine komplizierte Sache gibt», veranschaulicht der Jungbauer. Ins Auge fällt insbesondere die Raumhöhe, die für einen Betrieb auf dieser Höhe sicher etwas speziell ist. «Aber so ist es einfach viel heller und die Luft ist besser – wir hatten so noch nie Probleme mit feuchter und stickiger Luft», erklärt Dominik Menn. Und mit dem Stall kamen auch grosse Erleichterung für den Landwirt selbst: «Mit dem Heukran oder der Entmistung geht es heute schon viel einfacher», schmunzelt er.