Kormoran: Dem Wolf der Fischer soll es an den Kragen gehen
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Mit Beginn der Mähsaison, die je nach lokalen Bedingungen bereits Mitte April startet, sind die Teams der Rehkitzrettung aktiv. «Die Saison ist bereits gestartet und es wurden bereits Rehkitze gefunden», sagt David Bolliger von Rehkitzrettung Schweiz. «Je nach Region gab es bereits ab Mitte April erste Einsätze, an anderen Orten stehen diese erst bevor», erklärt er weiter.
Die Rehkitzrettung hat in der Schweiz durch den Einsatz moderner Technologien wie Drohnen mit Wärmebildkameras erhebliche Fortschritte gemacht: Die Digitalisierung der Lüfte hat das Verhältnis zwischen Einsatztagen und gefundenen Rehkitzen massiv verbessert, denn diese Innovationen haben dazu geführt, dass die Flächen, die abgeflogen werden können, sich verzigfacht haben. Und auch immer neue Drohnenmodelle ermöglichen es den Teams, die Felder effizienter abzusuchen, was die Geschwindigkeit und die Sicherheit der Einsätze erhöht.
«Die neusten Modelle sind in der Regel leistungsfähiger als die Vorgängermodelle», erklärt David Bolliger. «Dadurch werden aber nicht per se mehr Rehkitze gefunden, es ergeben sich jedoch teils Effizienzsteigerungen – so kann ein Feld beispielsweise aufgrund besserer Kamera auf grösserer Höhe abgeflogen werden und die Kamera kann über dem Feld eine breitere Bahn erfassen», ergänzt er. Dadurch werde ein Feld schneller abgeflogen und es steht mehr Zeit für zusätzliche Felder zur Verfügung.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Rehkitzrettung ist das kontinuierliche Wachstum der Anzahl an Drohnenpiloten. Die Nachfrage nach Schulungen für neue Drohnenpilotinnen und Drohnenpiloten ist ebenfalls stark gestiegen: «Dieses Jahr werden rund 640 Pilotinnen und Piloten eingesetzt, darunter sind 152, die im Frühling 2024 neu ausgebildet wurden», erklärt Bolliger.
Neben den Piloten beteiligen sich auch Jägerinnen und Jäger sowie weitere Helfer an den Rettungsaktionen. Über die Website von Rehkitzrettung Schweiz können sich Interessierte als Helferinnen und Helfer melden, welche nicht selbst mit einer Drohne fliegen. «Diese Personen werden auf einer Helferkarte eingetragen, sodass die Rettungsteams diese bei Bedarf zur Unterstützung beiziehen können», erläutert David Bolliger. Über 400 Personen haben sich bereits auf der Helferkarte der Organisation eingetragen.
Obwohl die Technologie eine grosse Rolle spielt, betont David Bolliger die Wichtigkeit herkömmlicher Rettungsmethoden, wie dem sogenannten Verblenden auf den Feldern, das weiterhin eine wichtige Rolle spielt. «Allerdings bietet keine der Methoden eine hundertprozentige Gewähr, dass sich zum Zeitpunkt der Mahd kein Kitz im Feld befindet», ergänzt er.
Das Zusammenspiel aller Methoden ist aber wichtig und erhöht die Erfolgsquote. So bieten die herkömmlichen Methoden eine zusätzliche Sicherheitsmassnahme, besonders an Tagen, an denen die Drohnenkapazitäten begrenzt sind und viele Felder gleichzeitig gemäht werden. «Jede Massnahme ist ein Teil des Ganzen und wichtig für den Schutz der Rehkitze», betont David Bolliger.
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