Ferien auf dem Bauernhof sucht neue Wege
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Den Auftakt der 18. Staffel machte das Berner Landwirtschaftspodium vom 9. Januar 2026. Die beiden Landwirte Fabian Feissli und Niklaus Walker beleuchteten im Gespräch mit Andreas Wyss, dass ein vielfältiger Betrieb hohe Anforderungen an die Betriebsleitung stellt und warum die Spezialisierung manchmal schlicht notwendig ist.
In der zweiten Folge beleuchtet Michael Gysi, warum Vielfalt zwingend ist. Der Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern zeigt auf, dass nur mit vielfältigen Betrieben die unterschiedlichen Standortbedingungen genutzt werden können. Und er beleuchtet, wie die kantonale Verwaltung die Landwirtschaft in der Entwicklung begleiten kann.
In der dritten Folge erklärt Markus Wildisen, wie die Verwaltung den Rahmen für eine möglichst vielfältige Schweizer Landwirtschaft setzen kann und wo auch Grenzen liegen. Der Leiter des Fachbereichs Agrarökonomie, Soziales und Regionalentwicklung beim Bundesamt für Landwirtschaft betont dabei die Rolle des unternehmerischen Handelns der Landwirt:innen selbst.
In der vierten Folge beleuchtet Sandra Contzen, dass für eine vielfältige Landwirtschaft der Kopf zentral ist. Die Agrarsoziologin beleuchtet im Gespräch, warum Veränderungen oft von aussen kommen und dass eine vielfältige Landwirtschaft entstehen kann, wenn auch vielfältige Köpfe die Landwirtschaft gestalten können.
Die Frage, ob denn die Zukunft der Berner Landwirtschaft in der Vielfalt liegt, beantworten die Podcast-Macher mit einem Ja. Sie stellen aber auch fest, dass es nicht «die» eine Vielfalt gibt. So gehen sie im Gespräch dann auch der Frage nach, welche Potenziale die Vielfalt bietet und warum eine Diversifizierungsstrategie für Betriebsleitende doch nicht immer der richtige Weg ist. So erhöht die Diversifizierung den Aufwand und die Anforderungen und damit letztlich die Produktionskosten.
Dem gegenüber steht der Nutzen, das mit vielfältigen Betrieben Markt- und Umweltrisiken auf mehrere Standbeine verteilt werden können. Das Optimum zwischen Spezialisierung und Diversifizierung liegt in dieser Betrachtung dort, wo die Kosten der Diversifizierung kleiner oder höchstens gleich gross sind, wie der Nutzen aus der Risikoreduktion. Das heisst: dort wo zusätzliche Aufwände für die Diversifizierung höher sind als die möglichen zusätzlichen Nutzen aus der Risikoreduktion, ist eine weitere Diversifikation nicht mehr lohnenswert.
Staffel 18 von «Agrarpolitik – der Podcast» rückt die Vielfalt der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft in den Fokus. Die Staffel beleuchtet Potentiale und Grenzen vielfältiger Landwirtschaft – aus Sicht von Unternehmen, Verwaltung und Politik.
Diese Folgen sind erschienen:
Zwar verstärkt der Klimawandel und weitere externe Effekte die Risiken und macht damit die Diversifizierung lohnenswerter – ob diese dann in der Landwirtschaft erfolgt, das ist in dieser Betrachtung völlig offen. So können auch mit Nebeneinkünften die wirtschaftlichen Risiken in der Landwirtschaft gesenkt werden.
Der Ausgangspunkt für die Vielfalt im Handeln ist immer die Vielfalt im Denken. Und diese Vielfalt kann im Austausch mit anderen Menschen in und um die Landwirtschaft entstehen. Sie braucht etwas Raum im Kopf und in der Agenda, um von einer anderen Perspektive zu einem Handlungsfeld zu werden. Der Weg vorwärts ist dabei alles andere als klar – manche Dinge werden funktionieren, andere nicht. Wichtig ist, vorwärts zu gehen, sind sich die beiden Podcast-Macher einig.
Neben dieser einzelbetrieblichen Perspektive ist für beide klar, dass der politische Rahmen dieser Vielfalt im Handeln Raum schafft und idealerweise noch etwas mehr Raum schaffen sollte. Ziel müsse sein, dass jeder Betrieb das volle Potenzial nutzen könne.
«Agrarpolitik – der Podcast» zeigt Entwicklungen, Lösungswege und Handlungsachsen der Schweizer Agrarpolitik. Moderiert werden die Sendungen von Andreas Wyss, die Produktion verantwortet Hansjürg Jäger. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar und kann als Newsletter abonniert werden. Mehr unter www.agrarpolitik-podcast.ch.
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