SchuB-Erfahrungsaustausch

Der Herbst ist eine beliebte Jahreszeit, um zum Abschluss der SchuB-Saison das Netzwerk zu pflegen, die Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gleichzeitig Inputs zur Weiterentwicklung des Angebotes zu erhalten und geben.
20261022 Begegnungsoase Familie Iseli Islikon TG Weiterbildung Schub Dca (25)
Gute Laune im Alpacagehege während der SchuB-Weiterbildung in der Begegnungsoase der Familie Iseli in Islikon (TG)

Der Herbst ist eine beliebte Jahreszeit, um zum Abschluss der SchuB-Saison das Netzwerk  zu pflegen, die Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gleichzeitig Inputs zur Weiterentwicklung des Angebotes zu erhalten und geben.

Das LID-Schulteam tauschte sich intensiv mit den Anbieter:innen aus den verschiedenen Teilen der Schweiz und dem nahen Ausland zu Herausforderungen und Trends aus. Auf dem Programm standen im Thurgau KI, in der Westschweiz gesetzliche, versicherungstechnische und sicherheitsrelevante Fragen und in Liechtenstein die Förderung des ausserschulischen Lernens.

 

KI im Thurgau

Auf dem SchuB-Hof von Susanne und Ueli Iseli in Islikon (TG) haben sich die Anbieter:innen aus den Ostschweizer Kantonen zur Weiterbildung getroffen. Zunächst verfolgten sie den Input von Hanu Fehr zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der KI für ihr SchuB-Angebot. Alle waren sich einig, dass KI den Kontakt zu den Kindern und den Einsatz der 5 Sinne nicht schmälern soll. Dank KI kann jedoch Zeit für administrative Arbeiten eingespart werden.

Während der Pause gab es einen Znüni, wie ihn auch die Schulklassen erhalten. Am Nachmittag erklärte Susanne Iseli, wie sie sich die Arbeit mit ihrem Mann Ueli und dem Sohn Florian aufteilt und zeigte ihren Hof mit den vielen Tieren. Die flauschigen Alpakas, haben das Herz bei allen im Sturm erobert, das in der Nacht geborene Grauvieh sorgte für viele Jöhs und die aufgereihten Kinderschaufeln und -besen wurden mehrfach zur Inspiration fotografiert.

Wer haftet bei SchuB? Spezialisten informieren in der Romandie

Die Versicherungsspezialistin von Prométerre und der Direktor der juristischen Abteilung berichteten über die Entwicklungen zu den Personen- und Sachversicherungen sowie verschiedenen Rechtsprechungen bei Vorfällen mit Tieren und Maschinen auf dem Bauernhof. Infolge dieser Veranstaltung werden verschiedene Informationen für die Beratung des Angebotes aktualisiert. So wird es eine überarbeitete Checkliste geben, welche die Anbieter bei ihren Vorbereitungen unterstützen.

Sehr interessant waren die Workshops mit den Spezialisten der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL), welche am Nachmittag vor Ort auf dem neu gebauten Milchviehstall und des umliegenden Hofgeländes, stattfanden. Die Einteilung in vier Gefahrenzonen (rot, orange, gelb und grün) mit verschiedenen Indikationen zum Aufenthalt von Kindern und entsprechenden schriftlichen Abmachungen zu den Verantwortlichkeiten mit den Lehrpersonen war eine konkrete Umsetzung des Sicherheitskonzeptes.

 

Netzwerktreffen: Gemeinsam Grenzen überschreiten – neue Horizonte eröffnen

Silviva und WWF haben das länderübergreifende Netzwerktreffen der verschiedenen Akteure von ausserschulischen Angeboten organisiert. Als neue Geschäftsführerin des nationalen Forums SchuB, hat mich das grosse Interesse der praktizierenden Lehrpersonen und PH-Studentinnen und -studenten für die vielfältigen Möglichkeiten zum Lernen durch Erfahrung an alltäglichen Objekten und Orten beeindruckt. Die Dynamik und die gute Atmosphäre haben mich wieder einmal mehr davon überzeugt, dass ein grosser Teil des Wissens und der natürlichen Neugier nicht vor dem Bildschirm, sondern Draussen gefördert werden sollte.

Dazu gehört auch der Bauernhof mit seinen vielfältigen Themen. Gleichzeitig ist dies auch ein sehr wichtiger Teil der Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft: Man sieht und schützt nur, was man auch kennt; und dies ist bei den heutigen Kindern, welche mit Tablets und anderen Bildschirmen aufwachsen, noch viel wichtiger.