Basilikum: König der Kräuter
Basilikum ist aus vielen Sommergerichten nicht wegzudenken. Ob Tomaten-Mozzarella-Salat oder Pasta mit frischem Pesto...
Die Goldmelisse (Monarda didyma) wird auch Indianernessel, Scharlach-Indianernessel, Pferdeminze, Scharlachmonarde, Riesenbalsam, Bienenbalsam oder Wilde Bergamotte genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika und gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Die Pflanze wird je nach Sorte etwa 60 bis 120 Zentimeter hoch. Gut erkennbar ist der für Lippenblütler typische vierkantige Stängel. Die Blüten, die sich von Juli bis September bilden, sind bei der Wildform leuchtend scharlachrot, bei Gartensorten reicht die Farbpalette von Pink über Lachs bis Violett.
In Europa wurde die Goldmelisse ursprünglich als Zierpflanze eingeführt und ist inzwischen auch verwildert anzutreffen. In der Schweiz zählt sie zwar nicht zu den einheimischen Wildpflanzen, wird aber wegen ihrer auffälligen Blüten gerne in Gärten angebaut. Die Pflanze ist zudem sehr bienenfreundlich. Mit ihrer langen Blütezeit bietet die Goldmelisse zahlreichen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle gerade im Spätsommer, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind.
Ihren Beinamen «Indianernessel» verdankt die Goldmelisse den indigenen Völkern im Gebiet des heutigen Oswego im US-Bundesstaat New York, die aus ihren Blättern regelmässig einen Tee zubereiteten. Der Überlieferung nach griffen nach der Boston Tea Party von 1773, als die amerikanischen Kolonisten aus Protest gegen die britische Teesteuer den Import von englischem Schwarztee boykottierten viele auf einheimische Alternativen wie den Oswego-Tee zurück. Geschmacklich erinnert er an den Earl Grey: Beide verdanken ihre charakteristische Zitrusnote ähnlichen aromatischen Verbindungen, der Earl Grey wird traditionell mit Bergamotteöl aromatisiert.
Die Goldmelisse eignet sich hervorragend zum Aromatisieren von Tee und Sirup. Geschmacklich erinnert sie an Bergamotte, Zitronenmelisse oder Minze mit einer angenehmen Zitrusnote. Ihre leuchtenden Blüten bringen zudem Farbe ins Glas.
Die Blätter der Goldmelisse lassen sich sowohl roh als auch gekocht geniessen. Auch sonst lässt sich die Pflanze in der Küche vielseitig einsetzen: Als essbare Blütendekoration auf Desserts und Gerichten oder als aromatische Zugabe in Salaten.
Die Goldmelisse enthält ätherische Öle, Flavonoide und Bitterstoffe. Aufgrund ihres Gehalts an Thymol, demselben Wirkstoff, der auch dem Thymian seine charakteristischen Eigenschaften verleiht, wird ihr in der traditionellen Kräuterheilkunde eine ähnliche Wirkung nachgesagt.
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