Basilikum: König der Kräuter

Basilikum ist aus vielen Sommergerichten nicht wegzudenken. Ob Tomaten-Mozzarella-Salat oder Pasta mit frischem Pesto – erst mit Basilikum entfalten diese Klassiker ihr volles Aroma. Seine Saison dauert von Mai bis September.
Zuletzt aktualisiert am 1. Juli 2026
2 Minuten Lesedauer
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Viele Bauernhöfe pflanzen verschiedene Basilikumsorten an. Hier zu sehen ist der Genoveser Basilikum. (jin)

Mit seinem würzig-frischen sowie süsslich-pikanten Aroma erfreut sich Basilikum grosser Beliebtheit als Küchenkraut. Umgangssprachlich ist es auch als «Königskraut» bekannt. Diese Bezeichnung geht auf den griechischen Ursprung des Namens zurück (basilikos = königlich, basileus = König). Jedes Jahr werden in der Schweiz mehrere Hunderttausend Basilikumpflanzen produziert.

Frischer Geschmack

Basilikum wird im Mai auf dem Feld ausgesät. Die Pflanzen werden regelmässig zurückgeschnitten, da sie sonst lange Blütenrispen bilden. Nach etwa zwei Monaten kann die gesamte Pflanze geerntet werden. Sollen nur die Blätter verwendet werden, lässt sich Basilikum insgesamt bis zu drei Mal schneiden. Im Handel ist Basilikum als Topfpflanze oder im Bund erhältlich. Sein Aroma ist frisch am intensivsten. Darüber hinaus wird Basilikum als Öl, getrocknetes Gewürz oder tiefgefroren angeboten.

Exotische Sorten

Weltweit gibt es über 60 verschiedene Basilikumsorten. Besonders verbreitet ist der Genoveser Basilikum mit seinen grossen, leuchtend grünen Blättern. Es gilt als das klassische Küchenkraut der italienischen Küche. Daneben existieren zahlreiche exotischere und weniger bekannte Sorten. Das Purpurbasilikum ist geschmacklich mit dem Genoveser Basilikum vergleichbar, zeichnet sich jedoch durch seine violetten Blätter aus. Das Indische Basilikum, auch Heiliges Basilikum genannt, besitzt grün-rot behaarte Blätter, deren Duft Mücken fernhalten soll. Zudem hat die Pflanze eine grosse Bedeutung in der Heilkunde, insbesondere in der ayurvedischen Medizin. Ebenfalls beliebt ist das Thai-Basilikum, das vor allem in der asiatischen Küche verwendet wird und durch sein an Anis und Lakritz erinnerndes Aroma besticht. Der Strauchbasilikum wird häufig im Garten angepflanzt, da es besonders robust ist und zahlreiche Bienen anzieht. Viele dieser exotischen Sorten sind auch in Schweizer Hofläden erhältlich.

Experimentierfreudiger Klassiker

Mit frischem Basilikum lassen sich zahlreiche Gerichte verfeinern. Es harmoniert hervorragend mit Tomaten, Fisch, Kräutersaucen, Fleisch und Kartoffeln. Die Blätter sollten jedoch erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden, da Basilikum beim Kochen oder Trocknen einen Teil seines Aromas verliert.

Ein Klassiker ist das Pesto alla Genovese, für das Basilikum zusammen mit Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan fein püriert wird. Aber auch in Smoothies oder Cocktails macht das Kraut eine gute Figur. Ein bekanntes Beispiel ist der «Basil Smash», der neben Basilikum aus Gin, Zitronensaft und Zuckersirup besteht.

Ein aktueller Trend ist das sogenannte «Food Pairing». Dabei werden unterschiedliche Geschmacksnoten kombiniert, um neue Aromen zu entdecken. Gerade das Basilikum eignet sich dafür hervorragend, da es nicht nur mit herzhaften, sondern auch mit süssen Zutaten harmoniert. Besonders überraschend und zugleich köstlich sind Kombinationen mit Erdbeeren oder Melonen.