Agridea mit neuem Rückenwind

An der Delegiertenversammlung präsentierte die Beratungszentrale der Landwirtschaft nicht nur einen soliden Jahresabschluss, sondern auch konkrete Pläne dafür, wie sie die wieder erhöhten Bundesmittel einsetzen will. Die Nachfrage nach den Dienstleistungen ist hoch.
Zuletzt aktualisiert am 1. Juni 2026
von Jonas Ingold
2 Minuten Lesedauer
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Nachgefragte Veranstaltungen 2025: Der Hof Champ du Bois in Orges VD empfing im August rund 60 Personen. Der von Proconseil organisierte Tag war Teil einer Reihe von Demonstrationen im Rahmen des europäischen Projekts «Climate Farm Demo». (Agridea)

Nach schrittweisen Kürzungen durch den Bund seit 2014 gibt es ab 2026 wieder mehr Mittel für Agridea. Das erhöhte Grundmandat von 8 auf 9,2 Mio. Franken fliesst in bestehende und neue Projekte, u.a. zur Sicherung der bäuerlichen Einkommen, zur Stärkung von Ertrags- und Produktionssicherheit, in Smart Farming und in die Weiterentwicklung digitaler Tools.

Die erhöhten Mittel erlaubten es der Agridea, den wachsenden Beratungsbedarf zu decken sowie den neuen Bedürfnissen der Beratung gerecht zu werden, so Agridea-Direktor Lukas Kilcher.

Kursteilnehmende zufrieden, Downloads auf hohem Niveau

Die Zahlen aus dem Betriebsjahr 2025 sprechen für die hohe Nachfrage nach Agridea-Dienstleistungen: 115 Kurse, 95 Prozent Zufriedenheitsrate, über 54'000 Downloads und 37'500 Publikationen. Bei den Kursen wächst der Onlineanteil kontinuierlich. Schwierig gestaltet sich die Umsetzung von hybriden angeboten. Auch bei Softwarelizenzen zeigt sich, dass digitale Werkzeuge im Betriebsalltag angekommen sind.

Finanziell schloss die Agridea trotz Budgetdruck im Jahr 2025 nur knapp im Minus ab, was angesichts des um zwei Prozent gekürzten Grundmandats und gestiegener Tarife als Erfolg gewertet werden darf. Externe Projekte legten deutlich zu und kompensierten einen Teil des Ausfalls.

Copyright Agridea Gruppenbild
Erstmals mit neuem CI/CD: Kolas-Präsident Matthias Müller, Junglandwirte-Mitglied Manuel Haldemann, Agridea-Präsidentin Esther Gassler, Agridea-Direktor Lukas Kilcher, BLW-Direktor Christian Hofer und Agridea-Finanzchef Alex Müller. (Agridea)

Vorstand erneuert, Kurs bestätigt

Mehrere Vorstandsmitglieder wurden verabschiedet, darunter Vizepräsident Jean-Paul Lachat nach sieben Jahren. Neu in den Vorstand gewählt wurden Sabine Müller, stv. Direktorin von Grangeneuve; Michel Darbellay, künftiger Leiter Service de l’économie rurale Kanton Jura und Manuel Haldemann für die Junglandwirte.