Weniger Wein, mehr Schweiz – einheimische Weine gewinnen Marktanteile
Der Weinkonsum in der Schweiz ist 2025 erneut gesunken. Dennoch konnten Schweizer Weine zulegen und ihren Marktanteil...

«Der Superfood Milch wird wieder mehr geschätzt bei den Jungen», verkündete Stefan Arnold, Leiter Marketing Swissmilk, an der Delegiertenversammlung der Schweizer Milchproduzenten (SMP) vom letzten Donnerstag. Bei der Milch und den Milchprodukten sei ein positiver Trend zu verzeichnen, sagte Stefan Arnold weiter. Rund 70 Prozent der Milchprodukte werden im Detailhandel gekauft und zuhause verzehrt.
Stefan Arnold zeigte anhand der untenstehenden Grafik, dass 2025 der Konsum im Detailhandel um 3,3 Prozent gestiegen ist im Vergleich zum Jahr 2024. Ob sich der Trend bestätigt, wird sich in den nächsten Jahren noch zeigen.

Besonders beliebt in den Einkaufskörben waren Hüttenkäse mit plus 25 Prozent und Quark mit plus 16,5 Prozent. Treiber dieser Entwicklung sei ein weltweit zunehmender Fokus auf eine proteinreiche, ausgewogene Ernährung sowie das wachsende Bedürfnis nach natürlichen und wenig verarbeiteten Lebensmitteln, sagt Stefan Arnold. Von dem konsumierten Quark, stammt aber auch ein grösser gewordener Teil aus dem Import. Konkret die Produkte von «Isey Skyr» aus Island.
Skyr wird zwar auch seit mehreren Jahren in der Schweiz hergestellt. «Weil die Marke ‹Isey Skyr› als erstes auf dem Markt war, hat diese einen höheren Marktanteil – das ist üblich im Detailhandel», erklärt Stefan Arnold.

Auch Milchmischgetränke, Käse, Jogurt und Trinkmilch haben Schweizerinnen und Schweizer im vergangenen Jahr häufiger eingekauft.
Längerfristig gesehen ist der Konsum von klassischer Konsummilch in den letzten 10 Jahren um etwa 15 Prozent gesunken. Dies zeigen die Zahlen von Agristat. Wir trinken etwa 17 Liter weniger Milch pro Jahr, im Vergleich zu 2014.
Aktuell kämpft die Branche mit einem Milchüberschuss. Das erscheint für Aussenstehende nicht erklärlich. Denn die Verkehrsmilchmenge ist immer noch kleiner als 2014, während die Bevölkerung deutlich zugenommen hat. Wie kann es sein, dass man jetzt von einer Überproduktion spricht? Stefan Kohler, Geschäftsführer der Branchenorganisation Milch (BOM) erklärt, dass ab Herbst mehrere Faktoren gleichzeitig aufgetreten seien:
Wegen der aktuellen Lage werden die Produzenten von den Branchenverbänden aufgefordert, solidarisch weniger zu produzieren. Gleichzeitig heisst es aber, längerfristig werde Milch auf dem Markt wieder mehr gefragt sein. Wie passt das zusammen? «Zuviel und zu wenig liegen sehr nahe beieinander», sagt Stefan Kohler. Zwei bis drei Prozent würden bereits reichen und dafür gäbe es in der Branche Instrumente um Regelungen, die dies auffangen würden. «Wenn aber plötzlich 10 Prozent mehr Milch auf den Markt kommt, dann reichen die Instrumente nicht mehr aus», erklärt Stefan Kohler weiter.
Der Blick auf die Importstatistik zeigt, dass in den vergangenen 25 Jahren insgesamt immer mehr Milchprodukte importiert wurden. Heute sind wir bei 130’865 Tonnen Milch und Milchprodukten. Auch dies ist einer der Faktoren, der die angespannte Marktlage beeinflussen dürfte.
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