Eiermarkt wächst weiter

Die Schweizer Eierbranche befindet sich im Aufwind. Steigende Produktionszahlen und eine wachsende Nachfrage prägten das Jahr 2025. Dennoch mahnt GalloSuisse, die aktuellen Herausforderungen nicht aus den Augen zu verlieren.
Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2026
von Jonas Ingold
3 Minuten Lesedauer
2023 Eier Lid
Die Nachfrage nach Schweizer Eiern ist aktuell sehr hoch. 1,2 Milliarden wurden 2025 produziert. (lid)

Der Eiermarkt laufe gut, dass dürfe aber nicht über die Herausforderungen hinwegtäuschen, so Daniel Würgler, Präsident des Produzentenverbandes GalloSuisse. Tierkrankheiten und die massiven Sparmassnahmen des Bundesamtes für Landwirtschaft in der Absatzförderung seien nur zwei der aktuell grossen Herausforderungen. 

«Wir müssen weiter hart arbeiten, um die Zukunft positiv zu gestalten. Jeder Akteur darf nicht nur an sich selbst denken, sondern an die ganze Branche. Und dafür braucht es Dialog und Austausch», betonte Würgler an der Generalversammlung.

Geschäftsführer Stefan Heller bezeichnete das Jahr 2025 als Wendepunkt in der Geschichte des Verbandes. Der Ausstieg aus dem Kükentöten sei ein Meilenstein gewesen und stärke das tiefe Vertrauen der Bevölkerung in das Schweizer Ei. Und mit dem Zusammenschluss von GalloSuisse und GalloCircle könne die Branche noch geschlossener auftreten.

1,2 Milliarden Eier

Insgesamt konnte GalloSuisse auf ein positives Jahr 2025 zurückblicken. Einige Fakten dazu:

  • Steigerung der Eierproduktion auf 1,2 Milliarden Stück
  • Zunahme des Bioanteils auf 18,7%
  • Rückgang der Bodenhaltungs-Produktion           
  • Nachfragezunahme im Detailhandel und der Gastronomie
  • Mehr Eierimporte wegen mangelnder Verfügbarkeit von Schweizer Eiern
2019 Legehennen Mg
Daniel Würgler betonte an der GV, dass sich potenzielle Neueinsteiger eingehend informieren sollen. Man wolle gute Produzentinnen und Produzenten. (lid)

20 Eier mehr pro Person innert 2 Jahren

Auch aktuell steigt die Nachfrage nach Schweizer Schaleneiern an und Eier für die Verarbeitung sind gesucht.

Als Gründe für die höhere Nachfrage nach Schweizer Eiern sieht GalloSuisse ein verändertes Konsumverhalten und Ernährungstrends, einen Fokus der Konsumentinnen und Konsumenten auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Tierwohl, eine wachsende Nachfrage in der Gastronomie und die geringere Preisdifferenz zu Importeiern.

Insgesamt nahm der Pro-Kopf-Konsum von Eiern zwischen 2023 und 2025 um 20 Eier zu. Zusammen mit dem Bevölkerungswachstum ergibt das laut GalloSuisse-Marktbericht vom Juni/Juli einen Mehrbedarf von knapp 13%, weshalb trotz Steigerung der Inlandproduktion um 7% seit 2023 die Nachfrage das Inlandangebot deutlich übersteigt.

Lukas Wittmer neu im Verwaltungsrat

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Lukas Wittmer aus Walterswil. Er vertritt künftig die neue gegründete Sektion IG Fischer Eier. Aus dem Verwaltungsrat verabschiedet wurde das langjährige Mitglied Karin Frederiks. Sie bleibt dem Verband aber als Leiterin des Marketings erhalten.