Pfälzerrübe: Geschmacksvolle Urform

Die gelbe Pfälzerrübe ist eine Urform des heutigen Rüeblis und schmeckt besonders gut in Suppen. Schweizer Pfälzerrüben haben ganze Jahr über Saison.
Zuletzt aktualisiert am 19. März 2026
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Pfälzerkarotte Pd
Lange Zeit war die Pfälzerrübe in Vergessenheit geraten, ist aber glücklicherweise seit einiger Zeit wieder vermehrt in den Küchen zu finden. (Pixabay)

Die Pfälzerrübe oder Pfälzerkarotte ist eine Urform des heutigen Rüeblis und gehört zur Art der Möhre innerhalb der Familie der Doldenblütler. Was wir in der Schweiz meist als Pfälzerrübe kennen, wird im deutschprachigen Raum oft als Gelbe Rübe oder – im Dialekt – geywe Ruam oder goibe Riam bezeichnet.

Vermutlich dominierte der Anbau der Pfälzerrübe in Europa bis ins 16. Jahrhundert und wurde auch nach der Durchsetzung der orangefarbigen Rüebli noch lange als Futterpflanze angebaut. Die Pfälzerrübe – auf Französisch carotte jaune – hat also die ursprünglichere Farbe bis in die heutigen Zeiten übertragen.

Heimischer Anbau

Die Pfälzerrübe hat eine gelbe, spitzige Wurzel mit hellgrüner Wurzelschulter. Dieser Teil schmeckt aber ebenso und muss nicht im Grüngut landen. Pfälzerrüben werden wie andere Rüeblisorten zwischen Juni und November geerntet, sind aber dank ihrer guten Lagerfähigkeit das ganze Jahr über frisch erhältlich.

Auf rund 125 Hektaren – davon ungefähr ein Fünftel im biologischen Landbau – wuchsen 2024 gut 1000 Tonnen Pfälzerrüben. Gelagert wurden im selben Jahr rund 2900 Tonnen des Wurzelgemüses.

Wiederentdeckt und geschätzt

Lange Zeit war die Pfälzerrübe in Vergessenheit geraten, ist aber glücklicherweise seit einiger Zeit wieder vermehrt in den Küchen zu finden. Das Wurzelgemüse enthält viel Betacarotin und ist zudem kalorienarm.

In der Küche macht das gelbe Rüebli sowohl roh als auch gekocht eine hervorragende Figur. Pfälzerrüben schmecken etwas erdiger und bitterer – und eignen sich somit perfekt für Suppen, die mit den orangen Rüebli schnell einmal etwas zu süss werden.