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Der Lössboden ist Boden des Jahres

(lid.ch) – Am 5. Dezember ist Weltbodentag. Anlässlich dessen hat die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS) den Lössboden zum Boden des Jahres ernannt.

In der Schweiz sind Lössböden vorwiegend in den flachwelligen Landschaften im Norden um Basel, Baden und Schaffhausen vorzufinden, wie die BGS schreibt. Löss bildet das Ausgangsmaterial für besonders fruchtbare Böden, die gut für die Landwirtschaft geeignet sind.

In trockenem Zustand fühlt sich der Löss wie Mehl an und erscheint optisch meist hellgelb. Er besteht aus Schluff, Carbonaten, Tonmineralen sowie sehr feinem Sand.

Wichtige Gründe für die hohe Fruchtbarkeit eines Bodens, der aus Löss entstandenen ist, sind die gute Durchwurzelbarkeit des lockeren Sediments sowie die für die Pflanzenernährung günstige Mineralzusammensetzung. Ausserdem verfügen Lössböden über genügend grobe Poren für eine ausreichende Belüftung der Pflanzenwurzeln in Zeiten von Wasserüberschuss. Gleichzeitig haben sie genügend mittlere Poren zur Speicherung eines grossen pflanzenverfügbaren Wasservorrats.

Allerdings kann das feine Lössmaterial sehr leicht durch Wind oder Wasser erodiert werden, wenn eine schützende Vegetation fehlt.