Der LID als Pressestelle der Schweizer Landwirtschaft - damit Ihre Message ankommt
Statt dicke Pressemappen per Post oder Medienmitteilungen per Fax erhalten Journalisten die Informationen lieber elektronisch. Was Sie beachten müssen, damit Ihre Medienmitteilung ankommt.
Medienmitteilungen erreichen die Journalisten am besten über den elektronischen Weg. Doch innert drei Sekunden wird entschieden, ob eine elektronische Botschaft gelesen wird oder im Papierkorb landet. Damit Ihre Medienmitteilung beim Empfänger ankommt, müssen Sie einige Punkte beachten. E-Mails werden in einem ersten Schritt nach drei Kriterien bewertet:
- Betreff: Worum geht es? Interessiert mich das? Ist das Thema für mich relevant? Reisserische, übertriebene Betreff-Zeilen sind frustrierend.
- Absender: Ist er relevant für mich? Kenne ich den Absender-Kontakt persönlich?
- Bildschirminhalt muss sofort sichtbar sein: Worum geht es? Bestätigt sich die Erwartung aus dem Betreff?
Aus diesen Kriterien ergeben sich fünf Tipps für bessere E-Mails:
- Persönlich und gezielt adressieren. Entscheidend dabei ist eine aktuelle Adress-Datenbank, das Wissen über die zuständige Fachperson und die kontinuierliche Beziehungsarbeit.
- Kurzer, eindeutiger Betreff. Verkaufen Sie den Inhalt Ihrer Pressemitteilung! Die Kunst liegt in der Balance zwischen knackig und aufrichtig. Schreiben Sie im Betreff auf jeden Fall „Medienmitteilung” (z.Bsp. Medienmitteilung: Gutes Jahr für die Bauernfamilien). So weiss der Empfänger, um was es sich handelt.
- Persönlicher Absender. Im Idealfall kommen alle Ihre Medienmitteilungen immer von derselben Quelle. Der Absender ist zugleich Ansprechpartner für Rückfragen.
- Kurz, bündig, prägnant im Inhalt. Das Lesen von Texten wird auf dem Bildschirm schneller abgebrochen als auf Papier. Das Essenzielle muss auf den ersten zwölf Zeilen stehen. Ohne einmal zu blättern, will der Empfänger entscheiden: löschen oder weiterlesen? Starten Sie Ihre E-Mail mit drei Sätzen zum Kern-Inhalt der Medienmitteilung. Wiederholen Sie dabei nicht einfach die Titelzeile und Passagen aus dem Lead. Texten Sie vielmehr eine Variante, die schnell zeigt, um was es geht.
- Unformatierter Versand. Versenden Sie Ihre E-Mails ohne Gestaltungs-Elemente wie Fettauszeichnungen, Logos und Farben. Auch wenn rote und fett gedruckte Sätze strukturieren: Gewisse Mail-Server auf Redaktionen filtern so genannte HTML-Mails als Spam oder sie bringen nur einen Zeichensalat auf den Bildschirm.
Anhänge: unbeliebt und gefährlich
Meistens wird die Medienmitteilung im E-Mail als Dateianhang versandt. Megabyte-grosse Anhänge sind in den Redaktionsstuben unbeliebt. Wenn der Speicherplatz beschränkt ist, können viele Empfänger erst wieder E-Mails erhalten, wenn sie ältere löschen. Auch sind Anhänge gefährlich. Bei falscher Abspeicherung kann es sein, dass in Word-Dokumenten frühere Versionen samt Korrekturen und internen Kommentaren aufgedeckt werden. Word-Dateien sind auch aufgrund der Virengefahr unbeliebt. Besser schneiden pdf-Dateien ab – sie erlauben zudem Formatierungen und Logos (Achtung: je nach eingebetteten Logo-Versionen werden pdf-Dateien zu gross). Jedoch ist auch in den neueren pdf-Versionen das Kopieren von Textpassagen nicht praktisch. Setzen Sie darum den Text der Medienmitteilung, die Sie als pdf-Anhang mitsenden, immer auch in die E-Mail, und zwar unformatiert, ohne Logos und ohne Bilder. Bilder als Anhang dürfen höchstens 100 Kilobyte gross sein. Setzen Sie zu dendruckfähigen Bildern einen Link.
Der LID versendet Ihre Medienmitteilungen Beim LID laufen die Fäden zusammen: Unsere Mitglieder können Ihre Mitteilungen über uns verschicken lassen. Über den LID können Sie Ihre Mitteilungen gezielt an die bäuerlichen oder an die nicht-bäuerlichen Medien senden. |
hs/Quelle: Bernet, Marcel: "Medienarbeit im Netz"