In der EU steht zum vierten Mal in zehn Jahren eine Reform der Agrarpolitik an. Erstmals hat nun das EU-Parlament ein Mitspracherecht beim Budget – und fordert mehr Transparenz.mehr
1. Die EU: Von 6 auf 27 Staaten
Am 1.Januar 1958 trat der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, EWG, in Kraft. Die EWG kümmerte sich – wie der Name sagte – in erster Linie um wirtschaftliche Belange. Mit der Zeit kamen jedoch diverse Aufgaben aus dem Bereich der Sozial-, Umwelt- und Regionalpolitik dazu. So wurde dann am 1992 dann in Maastricht jener Vertrag unterzeichnet, der aus der EWG die Europäische Union, die EU, machte.mehr
2. Die erste Säule
Die GAP steht auf zwei Säulen: Die erste Säule umfasst die Direktzahlungen und die gemeinsamen Regelungen zu den Agrarmärkten, die zweite Säule die Entwicklung des ländlichen Raums.mehr
3. Die zweite Säule: Entwicklung des ländlichen Raums
Beinahe 60 Prozent der EU-Bevölkerung leben im ländlichen Raum, welcher 90 Prozent der gesamten Fläche der EU umfasst. Nach wie vor ist das Durchschnittseinkommen pro Kopf auf dem Land niedriger als in den Städten, das Bildungsniveau tiefer, sind die Ausbildungsstätten seltener und der Dienstleistungssektor weniger entwickelt. mehr
4. Investitions- und sonstige Beihilfen
Zwar ist die Agrarpolitik grundsätzlich eine europäische Politik. Trotzdem haben die einzelnen Mitgliedsländer und -Regionen weiterhin die Möglichkeit ihre Landwirtschaft und auch die Verarbeitungsbetriebe zu unterstützen. mehr
5. Aktuelle Herausforderungen
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU steht vor grossen Herausforderungen. Wie sie diese bewältigt, ist derzeit noch ungewiss. Fest steht einzig, dass es – wieder einmal – eine Reform geben wird. Es ist die vierte innerhalb von zehn Jahren.mehr
6. Die EU und der weltweite Handel
Je länger die Welthandelsorganisation WTO existiert, desto länger werden die Verhandlungsrunden. Seit 2001 diskutieren die 123 Mitgliedstaaten der WTO in der so genannten Doha-Entwicklungsrunde über die weitere Senkung von Zöllen, bisher erfolglos. mehr
7. Freihandel mit der Schweiz
Der Schweizer Bundesrat strebt einen Agrarfreihandel mit der EU an, der auch die vor- und nachgelagerten Stufen umfasst. Wie der Name sagt, geht es dabei um den freien Handel, nicht jedoch um die Übernahme der Agrarpolitik der EU oder gar den Beitritt zur europäischen Wäh-rungsunion oder der EU.mehr