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Weltbank: Landkauf in Entwicklungsländern bietet Vor- und Nachteile

10.09.2010 - (lid) – Die Weltbank hat ihren lange erwarteten Bericht über Landkäufe in Entwicklungsländern vorgelegt. Die Organisation zieht eine gemischte Bilanz und kritisiert die Regierungen.

Laut Bericht hat der starke Preisanstieg für Agrarrohstoffe 2008 die internationale Nachfrage nach Agrarland in Entwicklungsländern beflügelt, wie aiz.info schreibt. So wurden allein im Jahr 2009 Verkäufe von rund 45 Millionen Hektaren Land bekannt. Käufer sind meist private oder staatliche Fonds, Investoren oder Beteiligungsgesellschaften. Die Bilanz der Weltbank fällt zwiespältig aus: Gut gemanagte Direktinvestitionen könnten zwar Märkte erschliessen und Arbeitsplätze schaffen, die Regierungen würden jedoch das Land oft über die Köpfe der Bevölkerung hinweg verkaufen. Dabei würden traditionelle Nutzerrechte ignoriert und die Rechte der Bevölkerung missachtet. Die Weltbank fordert daher die Regierungen dazu auf, die Rechte ihrer Bürger zu respektieren. Insbesondere sei mehr Transparenz und Kontrolle nötig.

Der Veröffentlichung des Weltbank-Berichts war zuvor mehrfach verschoben worden. Nichtregierungsorganisationen hatten daher befürchtet, dass der Bericht geschönt werden sollte.

 

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