Zürcher Bauernverband fordert Neuorganisation am Milchmarkt
02.09.2010 - (lid) – Der Zürcher Bauernverband (ZBV) nimmt mit einem Positionspapier Stellung zur aktuellen Situation im Milchmarkt.
Man sei zum Schluss gekommen, dass angesichts der faktischen Handlungsunfähigkeit der Branchenorganisation Milch (BOM) und dem zunehmenden Importdruck ein dringender Handlungsbedarf bestehe, heisst es in dem Papier. Der ZBV fordert insbesondere Marktbedingungen und Organisationsstrukturen, die es den Milchproduzenten ermöglichen, die Milchmenge zu steuern. Das Ziel müsse sein, möglichst viel Milch zu einem möglichst guten Preis zu vermarkten. Alle Schweizer Milchproduzenten müssten künftig Direktmitglied bei der Dachorganisation SMP sein. Der so neu strukturierten müsse gesetzlich die Allgemeinverbindlichkeit ermöglicht werden, damit in Abstimmung mit den Marktbedürfnissen die Gesamtmilchmenge gesteuert werden könne. Die Milchkaufverträge aller Milchproduzenten müssten einsehbar und überprüfbar sein. Auch die finanziellen Abgaben der Milchproduzenten müssten durch die Handelsorganisationen transparent und demokratisch verwaltet werden.
Ferner fordert der ZBV, dass die Verkäsungszulage, ein aktiver Grenzschutz und tierbezogene Direktzahlungen auch in Zukunft beibehalten würden.