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Max Havelaar steigert in der Krise den Umsatz

26.05.2010 - (lid) - Die Wirtschaftskrise hat den Verkauf von Produkten aus fairem Handel zwar gebremst, dennoch ist der Umsatz von Max Havelaar in der Schweiz im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 271,9 Mio. Franken gewachsen.

Damit bleiben die Schweizer Weltmeister im Kauf von Produkten aus fairem Handel. Pro Kopf würden hierzulande jährlich 35 Franken (23,14 Euro) für solche Produkte ausgegeben, sagte der Geschäftsführer der Max Havelaar-Stiftung, Martin Rohner, laut der Nachrichtenagentur SDA vor den Medien in Zürich. Das ist ein neuer Rekord nach den 21,90 Euro vor einem Jahr. Die Schweizer führen mit deutlichem Abstand vor den Finnen (16,31 Euro), die sich vor die Briten (14,68 Euro) auf Platz zwei katapultiert haben, wie Max Havelaar bekannt gab. Ein Jahr zuvor hatten die Finnen erst 10,30 Euro für Produkte aus fairem Handel ausgegeben. Zum Vergleich: Deutschland liegt mit 3,30 Euro weit zurück.

Wachstumstreiber in der Schweiz waren die Baumwollkleider, deren Umsatz um zwei Drittel nach oben schoss. Das bestverkaufte Produkt aus fairem Handel blieben aber die Bananen, die den Umsatz dank dem Bio-Boom leicht steigern konnten, obwohl der Gesamtmarkt schrumpfte. Der Rosenverkauf litt indes unter der Wirtschaftskrise.

Weltweit wurden im vergangenen Jahr so viele Güter aus zertifiziertem fairen Handel verkauft noch nie. Der Umsatz sei um 15 Prozent auf schätzungsweise 3,4 Mrd. Euro gestiegen, teilte Max Havelaar mit. Das sei immer noch eine beachtliche Wachstumsrate, aber sie sei nicht mehr so stark wie in den Vorjahren, sagte Rohner.

 

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