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WTO: Keine Lightversion für den Agrarfreihandel

21.04.2010 - (lid) - Eine Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO mit weniger ambitionierten Zielen zum Abbau von Handelshemmnissen sei keine Lösung. Dies erklärte der WTO-Generaldirektor Pascal Lamy am 20. April in Uruguay.

Das Gegenteil sei der Fall, liess Lamy gemäss Agrarpressedienst aiz.info und agrarzeitung.de verlauten. Eine Änderung des Fahrplans wäre sehr komplex und würde mit grosser Wahrscheinlichkeit den Entwicklungsländern schaden. EU-Handelskommissar Karel de Gucht hatte zuvor in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Doha Runde "light" in den Raum gestellt, mit geringen Zollsenkungen für Agrarprodukte. Entwicklungsländer brauchen einen fairen Weltagrarhandel, argumentierte Lamy wiederum. Deshalb müssten die Industrieländer ihre Agrarsubventionen einschränken.

Die Cairnsgruppe, ein Zusammenschluss führender Agrarexportnationen, plädierte während ihres Treffens in dieser Woche für einen Abschluss der Doha-Runde in diesem Jahr. Für Lamy ist dies machbar, wenn der politische Wille vorhanden sei. In den USA hätten sich die Voraussetzungen für einen Abschluss verbessert. US-Präsident Barak Obama wolle mit wachsenden Exporten die Erholung der Wirtschaft absichern und dabei könne der Zollabbau nach einem Ende der WTO-Verhandlungen helfen, meinte Lamy. Die G-20 wird bei ihrem Treffen im Juni in Toronto über das weitere Vorgehen in der Doha-Runde beraten.

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