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Getreideproduzenten wehren sich für Clothianidin

20.01.2010 - (lid) – Der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) kritisiert den Entscheid des Nationalrates, den Pflanzenschutzwirkstoff Clothianidin möglicherweise zu sistieren.

In der Wintersession stimmte der Nationalrat einer entsprechenden Motion zu. Clothianidin werde als Saatbeizmittel in relativ geringer Dosierung am Wirkungsort appliziert, schreibt der SGPV in einer Medienmitteilung. Die Alternative dazu – das Streuen von Granulaten oder intensive Spritzungen mit so genannten Breitbandpflanzenschutzmitteln – wäre laut dem Verband ein ökologischer Rückschritt um zehn Jahre.

Auslöser für die Motion waren Fälle aus Deutschland gewesen, bei denen Bienen geschädigt worden waren. Diese Fälle seien durch unzulässige Handhabung und Dosierung entstanden, schreibt der SGPV. In der Schweiz habe ein Bienen-Monitoring durch das Bundesamt für Landwirtschaft gezeigt, dass unter schweizerischen Bedingungen keine Rückstände in Bienen, Pollen oder Honig zu befürchten seien.

Weil ein Verbot von Clothianidin sehr wahrscheinlich auch die Zulassung der übrigen Neonicotinoide in Frage stellen würde, wären die Folgen für den Ackerbau laut dem SGPV frappant.

 

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