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EU akzeptiert Schweizer Schweinesuppe nicht

10.06.2008 - (lid) - Die schweizerische Schweinesuppe wird in Brüssel nicht goutiert. Sowohl die EU-Kommission wie auch die EU-Staaten lehnen die verschärften Schweizer Vorschriften als unzureichend ab.

Die EU-Kommission bekräftigte am Dienstag, 10. Juni in Brüssel, dass das potenzielle Risiko, vor allem für die Tiergesundheit, bei weitem die Vorteile dieser Praxis überwiege. Daher werde innerhalb der Europäischen Union das Verbot von Schweinesuppe aufrechterhalten bleiben, zitiert die Nachrichtenagentur SDA die Kommission.

Laut Cathy Maret vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) reichen auch die verschärften Vorschriften, die der Bundesrat am 7. März beschlossen hatte, der EU nicht. Einhellig hätten sich die EU-Staaten für ein Verfütterungsverbot in der Schweiz ausgesprochen, so Maret. Das bedeutet, "dass es zu Handelseinschränkungen kommen könnte, falls die Schweiz die Massnahme weiterführt". Ein erneuter Bundesratsbeschluss steht noch aus. Sollte sich die Schweiz für ein Verbot entscheiden, ginge es darum, mit der EU eine Übergangsfrist auszuhandeln.

Die Schweiz verpflichtete sich im bilateralen Agrarabkommen mit der EU auf gleichwertige Tierseuchenregelungen, um den Handel mit Landwirtschaftsgütern zu erleichtern. Ein Grossteil der Agrarexporte geht in die EU. Jährlich fallen in der Schweiz rund 300 000 Tonnen Speise- und Küchenreste an. Etwa 200'000 Tonnen davon sammeln die ie 250 Schweinesuppenköche ein, kochen sie gut durch und setzen sie den Schweinen zum Frass vor.

 

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